Naturland fair

Aktion ei care

  • Jörg Köhne und Anne Reinsberg mit Tochter und Sohn

Määhgut

„In der Hühnerhaltung gibt es spezielle Zuchtlinien: Hennen, die viele Eier legen und Masthühner, die viel Fleisch ansetzen. Gezüchtet werden diese „Hybridrassen“ weltweit von nur wenigen Zuchtunternehmen. Aus genetischen Gründen gelingt eine hofeigene Nachzucht nicht. Zweinutzungshühner sind da anders: Sie können selbst nachgezogen werden, wie früher eben. Wir als Bio-Betriebe können uns mit ei care wieder unabhängiger machen – ein gutes Gefühl.“
Anne Reinsberg, Määhgut

Wir, Anne Reinsberg und Jörn Köhne, leben mit unseren beiden Kindern in Hasenfelde im Landkreis Oder-Spree, einem Ort mit 300 Einwohnern und stark landwirtschaftlicher Prägung. Wir stellten unseren Hof 2011 auf den ökologischen Landbau um. Mit Naturland fanden wir einen Verband, mit dem wir vielversprechende und vielfältige Projekte gestalten.

So konnte Naturland uns auch für das ei care-Projekt mit den sogenannten Zweinutzungshühnern begeistern. Das Prinzip: Wir gewinnen Eier und Fleisch von ein und derselben Rasse. Die Hennen legen genug Eier, die Hähne setzen genug Fleisch an, um für den Bio-Markt interessant zu sein. Das Projekt gefällt uns besonders, weil es nachhaltig ist und Vielfalt fördert. Und ein großer Vorteil: Landwirte können die Hühnerrasse „Les Bleues“ auch selbst züchten.

Bei uns legen die Hühner ihr erstes Ei. Etwa 500 Hennen teilen sich einen acht Meter breiten und 16 Meter langen Mobilstall, der auf einer Auslauffläche von rund 2.000 Quadratmetern steht. Etwa alle 14 Tage, je nach Witterung, wechseln wir die Fläche. Unsere Hühner haben alles was sie zum Wohlfühlen brauchen. Sie legen etwa 180 Eier im Jahr.

Jörn ist Schäfer, daher gehört eine Schafherde zu unserem Hof. Die rund 60 Muttertiere mit Nachzucht beweiden die umliegenden Flächen. Wir bewirtschaften insgesamt 30 Hektar Land, einen Großteil davon bebauen wir mit Getreide und anderen Ackerfrüchten. Außerdem vermehren wir Saatgut.

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