Naturland fair

Aktion ei care

  • Adrette Mädels auf dem Gut Wardow
  • Junghennen auf der Hühnerweide
  • „Les Bleues“-Hahn auf Gut Thurbruch – mit weißem Kleid, rotem Kamm und blauen Füßen
  • Hühnerherde auf dem Määhgut

Nicht mehr selbstverständlich: Das vielseitige Huhn

Auf unseren ei care-Höfen wird anders gewirtschaftet. Die hier eingesetzte Rasse folgt dem ursprünglichen Prinzip: Eier und Fleisch von einer Hühnerrasse. Die „Les Bleues“ sind sogenannte Zweinutzungshühner. Sie liefern Eier, sind robust und ihr Fleisch ist besonders wohlschmeckend. Bei dieser Art der Haltung kann jedes Küken, das aus einem ei care-Ei geschlüpft ist, heranwachsen und auf den Höfen einen wertvollen Beitrag leisten. Die Eier- und Fleischmenge der Rassetiere ist etwa ein Drittel geringer im Vergleich zu hochgezüchteten Hybridtieren.

Ein Zweinutzungshuhn ist durch die Hybridzucht selten geworden. Meist widmeten sich noch Hobby-Halter und Feinschmecker den Rassehühnern. Seit 2011 gackern „Les Bleues“ wieder bei Bio-Bauern in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Hier wachsen sie in kleinen Herden auf, scharren im Freien, haben viel Grünfutter und werden in natürlichen Zeitrhythmen groß – kurz, es sind glückliche Hühner.

Ein anderes Bio-Huhn

Der Geflügelmarkt wird von wenigen großen Unternehmen und ihren Zuchtlinien bestimmt. So gibt es heute kaum mehr Rassetiere, die meisten sind sogenannte Hybridhühner. Ziel bei diesen Tieren ist, entweder nur Hennen zu züchten, die viele Eier legen, oder nur Hühner, die sehr schnell wachsen und viel Fleisch ansetzen. Dies schränkt eine artgerechte Entwicklung stark ein. Bei den Legehennen sind die Brüder nicht von Nutzen da sie kein Fleisch ansetzen. Daher werden sie nicht aufgezogen, ihr Leben endet schon kurz nach dem Schlüpfen.

Viele Bio-Höfe, die auf Hybridrassen zurückgreifen müssen, sind vom Kükennachschub weniger Zuchtunternehmen abhängig. Welche Rassen dort für die Hybriderzeugung eingekreuzt werden, ist unbekannt. Eine natürliche Nachzucht auf den Bauernhöfen ist daher praktisch nicht möglich. So leistungsstark die erste Generation ist, so schwach wäre die zweite Hybridgeneration.

Anders die „Les Bleues“. Die Hennen können ihre Eier ausbrüten und daraus schlüpfen genauso kräftige Tiere. Sowohl Henne als auch Hahn sind sehr vital und beide haben ein Recht auf Leben. Unsere Landwirte können mit ei care unabhängig werden und brauchen nicht auf Jungtiere aus Hybridzucht zurückzugreifen. Sie gestalten eine alternative, wesensgerechte Hühnerhaltung – eben wirklich nachhaltig und ökologisch (100 Prozent Bio).

Mitmachen!

Bitte nehmen Sie nach Besuch der Website an unserer Umfrage teil.